UNI Post & Logistics - global union

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Präsident der UNI Post & Logistics - global union

Artikel vom 17.08.2008

EU-Kommission unterstützt Postmindestlohn-Regelungen

Von Rolf Büttner, Präsident UNI Post & Logistics
UNI Post und Logistics hat sich über Äußerungen aus dem Kreis der EU-Kommission, dass "unangemessene Postmindestlöhne den Wettbewerb behindern", besorgt gezeigt.

Die UNI-Mitgliedsorganisationen befürchten, dass die EU-Kommission den Wettbewerb über die notwendigen sozialen Schutzregelungen für die rd. 2 Millionen Postler in Europa stellt und damit die Beschlüsse des EU-Parlaments und des EU-Rates zur 3. Postdienstrichtlinie aushebeln will.

In einem Brief an die UNI stellt EU-Kommissar Vladimir Spidla klar, dass die EU-Kommission nicht in die Zuständigkeiten der Mitgliedsstaaten eingreifen wird, wenn Mindestlohnregelungen im Zuge der 3. Postdienstrichtlinie gemäß den nationalen Rechtsvorschriften oder zwischen den Sozialpartnern auf nationaler Ebene ausgehandelt werden.

In seinem Schreiben an UNI hebt EU-Kommissar Spidla hervor, dass die EU-Kommission der sozialen Dimension der Liberalisierung und den Anforderungen an die soziale Umsetzung größte Bedeutung beimisst.

Rolf Büttner, UNI Präsident Post und Logistics, begrüßt die Klarstellung von EU-Kommissar Spidla: "Aus den von den nationalen Sozialpartnern ausgehandelten Postmindestlöhnen hält sich die EU-Kommission raus. Das ist gut so. Damit wird all denjenigen eine Absage erteilt, die ausschließlich mit Lohn- und Sozialdumping im Postsektor den Wettbewerb organisieren wollen."



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