UNI Post & Logistics - global union

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Präsident der UNI Post & Logistics - global union

Leserbrief, 29.10.2007

Florian Gerster und die Hungerlöhne

An B.Z. Ullstein GmbH, Kurfürstendamm 21/22, 10719 Berlin

Nur 6,00 Euro bis 7,50 Euro/Std. will Florian Gerster und sein Arbeitgeberverband den Briefträgern zahlen. Den Rest, um zum Leben über die Runden zu kommen, mögen seine Briefträger sich bitte über Sozialtransfers besorgen. Damit Florian Gerster keine anständigen Löhne zahlen muss, sollen die Zeche alle Arbeitnehmer über ihre Sozialversicherungsbeiträge und Steuern zahlen. Den Profit aus diesem Geschäftsmodell streichen die PIN Group aus dem Luxemburger Steuerparadies und der niederländische TNT-Konzern ein.

Wie der „Sonnenkönig“ Gerster, wie er einst bei der Bundesagentur für Arbeit genannt wurde, auf Kosten der Beitragszahlen von Sozialversicherungsbeiträgen agiert ist uns allen noch bestens bekannt: Unangemessene Regelungen bei Dienstwagen, Luxushotels, Verdoppelung Jahresgehalt. Vertuschungsversuche beim „eigenwilligen“ Umgang mit Ausschreibungsrichtlinien. Arroganter und großspuriger Umgang mit Mitarbeitern. Einmütig wurde er vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Verwaltungsrat der BA gefeuert.

Jetzt will der „Sonnenkönig“ in Kontinuität dieses Verhaltens Hungerlöhne in der Postbranche durchdrücken. Die Zeche soll wieder die Allgemeinheit zahlen. Damit hat Florian Gerster ja viel Erfahrung. Wenn sein Jahresgehalt von 1 Mio. Euro umgelegt wird auf 1.000 Briefträger, könnte ihr Stundenlohn um 5 Euro erhöht werden. Dann könnte ein Mindestlohn von 11 Euro bis 12,50 Euro/Std. gezahlt werden. Irgendwie kommt das Geld der milliardenschweren Konzerne PIN Group aus Luxemburg und TNT aus Holland falsch an.

Mit freundlichen Grüßen
Rolf Büttner



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