UNI Post & Logistics - global union

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Präsident der UNI Post & Logistics - global union

Leserbrief, 23.10.2007

Florian Gerster und der Mindestlohn für Briefträger

Florian Gerster Gründungsmitglied des Fördervereins Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist wegen seiner Aktivitäten als Sonnenkönig bei der BA („STERN“ 12/2004) den beitragszahlenden Arbeitnehmern der Sozialversicherung in „bester“ Erinnerung. Luxuriöser Umbau der Vorstandsetage. Unangemessene Regelungen bei der Benutzung des Dienstwagens. Großspuriger und arroganter Umgang mit Mitarbeitern. Statt Wohnung am Arbeitsort auf Kosten der Beitragszahler im Luxushotel. Verdoppelung des Jahresgehaltes gegenüber seinem Vorgänger. Er wurde entlassen, weil Arbeitnehmer und Arbeitgeber ihm im Verwaltungsrat der Bundesanstalt für Arbeit das Vertrauen entzogen haben.

Jetzt kommt das nächste starke Stück: Florian Gerster wurde als Chef des Arbeitgeberverbandes der neuen Briefdienstleister laut Zeitungsberichten für 1 Million Euro p.A. angeworben. Dieses üppige Handgeld ist verbunden mit dem Auftrag dafür zu sorgen, dass ein Mindestlohn von 9,80 Euro (West)/ 9,00 Euro (Ost) für Briefträger verhindert wird. Es soll bei den Hungerlöhnen bleiben.

Mit der „Jahresgage“ von Herrn Gerster könnten die Löhne für alle Briefträger der PIN AG in Berlin um mindestens 5 Euro/Stunde erhöht werden, so dass ein Mindestlohn von 13,50 Euro/Std. möglich wäre.

Es ist also genug Geld vorhanden. Es kommt nur nicht dort an, wo es dringend gebraucht wird. Vizekanzler Müntefering will das ändern. Recht hat er !

Mit freundlichen Grüßen
Rolf Büttner



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